Achtung: Nazis schmierten ihre Propaganda in Harburgs Innenstadt

Mutmaßlich in der Nacht zu Dienstag den 03.03. wurden rund um den Marktkauf in Harburg ( unter anderem am Seeveplatz) und auf die Außenfläche der Sauerkrautfabrik Harburg, mehrere strafrechtlich relevante Symbole der Nazi-Szene auf z.B. Wände, Mülleimer und Laternen gesprüht. Es wurden zudem verschiedene antifaschistische Aufkleber mit roter Farbe übermalt.

Es handelt sich bei den Symbolen um Hakenkreuze (Swastika), das SS-Zeichen (sog. „Sigrune“), die Buchstaben „WP“ (steht für „White Power“) und das Keltenkreuz. Der Bezug auf die NS-Zeit ist hier eindeutig. Infos zu diesen und weiteren Symbolen findet ihr hier: http://www.blickschaerfen.de/info-mix/rechte-symbole/
Es ist zu vermuten, dass diese Angriffe im Zusammenhang stehen mit der am 1. Mai geplanten Demo der Rechten. Die ideologische Nähe der Anmelder*innen zur NS-Ideologie ist gut dokumentiert und findet sich auch im Motto der Demo wieder. Noch am Samstag fand auf dem Seeveplatz eine antifaschistische Kundgebung statt die zum Protest gegen die Rechten aufrief.

Habt ihr etwas mitbekommen oder wisst wo es noch Schmierereien gibt? Dann helft dabei die Täter*innen zu fassen und meldet euch bei der Polizei, die theoretisch über die besten Mittel zur Verfolgung verfügt. Denkt dabei daran, dass dies nicht für jede Person eine gangbare Option ist und auch mit Risiken verbunden sein kann.
Zusätzlich solltet ihr relevante Informationen über Rechte Aktivitäten auch an antifaschistische Gruppen eures Vertrauens (z.B. uns) übermitteln. Werdet auch immer gerne selbst aktiv und sorgt dafür, dass es keine rechten Symboliken in eurer Nachbarschaft mehr gibt – egal ob in Form von Aufklebern oder sonstiger Propaganda.
Solltet ihr Täter*innen auf frischer Tat ertappen überlegt euch gut, ob ihr persönlich interveniert, denn die Mitglieder der Rechten Szene sind oft bewaffnet und gewaltbereit. Im Zweifel geht hier der Selbstschutz vor.

Von diesen Aktivitäten lassen wir uns nicht beirren, sondern sehen uns noch mehr in unserer Arbeit gegen Rechts bestärkt.

Keinen Meter den Faschisten!
Kein Vergeben – Kein Vergessen!
Harburg bleibt bunt!

Achtung: Nazis schmierten ihre Propaganda in Harburgs Innenstadt

Mutmaßlich in der Nacht zu Dienstag den 03.03.2020 wurden rund um den Marktkauf in Harburg ( unter anderem am Seeveplatz) und auf die Außenfläche der Sauerkrautfabrik Harburg, mehrere strafrechtlich relevante Symbole der Nazi-Szene auf z.B. Wände, Mülleimer und Laternen gesprüht. Es wurden zudem verschiedene antifaschistische Aufkleber mit roter Farbe übermalt. Continue reading

Der Aufstand jüdischer Häftlinge im Vernichtungslager Sobibór | 18.03.2020, 19 Uhr

„Wenn etwas geschehen soll, dann muss die Initiative von uns selbst ausgehen.“

Der Aufstand jüdischer Häftlinge im Vernichtungslager Sobibór

Am 14. Oktober 1943 schaffte eine kleine Gruppe jüdischer
Arbeitshäftlinge des Vernichtungslagers Sobibór schier Unglaubliches: In einer minutiös geplanten Widerstandsaktion gelang es ihnen mehrere Nazi-Wachmänner zu töten und eine Massenflucht zu initiieren. Ihr Aufstand beendete den Massenmord. Damit steht Sobibór nicht nur symbolisch für den eliminatorischen Antisemitismus der Deutschen, sondern auch für den vielfältigen jüdischen Widerstand gegen diese brutale Vernichtungspolitik.

Der Vortrag rekonstruiert die Abläufe des erfolgreichen Aufstands, das Schicksal der Geflohenen und fragt nach gegenwärtigen Formen der Erinnerung.

Ort:
„JoLa“ im Kulturhaus Süderelbe
Am Johannisland 2
21147 Hamburg

Eintritt frei!

Dieser Vortrag findet im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus Süderlebe“ statt, die viele weitere Interessante Veranstaltungen bietet. Hier könnt ihr euch das komplette Programm ansehen:
http://www.lawaetz.de/IWgRSue_Programm/lopasue_iwgr.pdf

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Der Offene Stadtteiltreff gegen Rechts findet regelmäßig ca. einmal im Monat in Harburg statt und soll dazu dienen, engagierten Antifaschist*innen und solchen, die es werden wollen, Raum zum Vernetzen und gemeinsamen Diskutieren zu bieten.

Aktuelles zur evtl. geplanten Nazi-Demo in Harburg am 1.Mai

Laut der Antwort des Bezirksamts auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion an das Bezirksamt Harburg, gibt es noch keine Erkenntnisse zu einer Anmeldung für die Neo-Nazi-Demo in Harburg am 01. Mai.

Wir lassen uns von dieser Nachricht nicht täuschen, denn andere Quellen weisen auf ein stattfinden der Demo hin.

  1.  Bedeutet die Formulierung „dem Bezirksamt Harburg dazu keine Erkenntnisse vor[liegen]“ nicht, dass in anderen Behörden nicht doch solche Erkenntnisse vorliegen. Zum Beispiel der für Versammlungen zuständigen Versammlungsbehörde oder der Polizei.
  2. Wäre es auch nicht das erste mal, dass eine Behörde (bewusst, unbewusst oder grob fahrlässig) falsche Antworten gibt.
  3. Das Hamburger Abendblatt berichtete, dass der Polizei eine Anmeldung der Demo vorliege. So ist dort zu lesen: „„Eine entsprechende Anmeldung liegt vor, genehmigt ist jedoch noch nichts. Gespräche mit der Polizei laufen“, hieß es aus der Polizei-Pressestelle. Konkret planten die Neonazis für den 1. Mai eine Kundgebung an der Hannoverschen Straße nahe dem Harburger Bahnhof, anschließend einen Marsch durch die Innenstadt und schließlich eine Abschlusskundgebung am Startpunkt.“

Für uns bedeutet das, dass wir uns weiter vorbereiten und den Neonazis den Tag versauen, ob in Harburg, Bergedorf oder sonst wo.

Denn, es gibt kein ruhiges Hinterland und Harburg bleibt Antifaschistisch!

Achtung: Rechte planen evtl. 1. Mai Demo in Harburg für 2020

Achtung: Es wird evtl. am 1. Mai 2020 den Versuch geben eine Rechtsradikale Demo in Harburg zu veranstalten.

Noch wurde diese nicht genehmigt und die Rechten sind auch bekannt dafür im letzten Moment zu kneifen – aber seid trotzdem darauf vorbereitet, dass wir uns gemeinsam entschlossen gegen den Versuch stellen, den Tag der Arbeiter*innen zu vereinnahmen.

Dieser Versuch hat eine lange rechte Tradition, denn schon in der Zeit der Nationalsozialisten haben diese versucht, den Tag der eigentlich dem Kampf um mehr Gerechtigkeit für Lohnarbeiter*innen gilt, für ihre Zwecke umzudeuten. Die Nationalsozialisten versuchten mit ihrer Propaganda damals Arbeiter*innen zu erreichen und ihre Wut über die Zustände zu nutzen, doch für mehr Gerechtigkeit setzen sie sich nicht ein. Ganz im Gegenteil: Wer Soziale Gerechtigkeit lautstark einforderte und Ausbeutung kritisierte, galt als Volksfeind und dem drohte das Konzentrationslager. Etliche Führungsfiguren des Kampfes um Arbeiter*innenrechte wurden von den Nationalsozialisten getötet und misshandelt.

Diese Versuche gehen bis Heute weiter. Wir werden das nicht zulassen und uns mit starker Haltung gegen diese Bedrohung stellen – egal ob blau oder braun!

Wir halten euch auf dem Laufenden zu diesem Thema.

Mehr Details dazu findet ihr in diesem Artikel:
https://www.mopo.de/hamburg/zu-viele-baustellen-neonazis-wollen-1–mai-demo-in-hamburg-verlegen-33789050

Erneut rassistischer Vorfall bei Fußballspiel eines HTB-Teams in Harburg

Leider hat es in #Harburg erneut einen rassistischen Vorfall gegeben. Wieder ging es gegen ein Team des HTB, deren Mitglieder erst vor einigen Wochen bei einem Spiel rassistisch bepöbelt wurden. Ein besonderer Skandal ist, dass der Schiedsrichter vom Hamburger Fußball-Verband (HFV) das Spiel laut Berichten nicht abbrechen wollte, obwohl dies bei solchen Vorfällen eigentlich eine Vorgabe ist! Continue reading

Tipp: Bald starten wieder die „Harburger Gedenktage“

Tipp: Bald starten wieder die „Harburger Gedenktage“ – organisiert von der Initiative Gedenken in Harburg. Unter den diversen Veranstaltungen, die sich über den kommenden Monat verteilen, finden sich diverse sehr informative Veranstaltungen und es wird ein Fokus auf Erinnerungskultur gelegt – mit dem Ziel nicht zu letzt das Hier und Heute im Hinblick auf die besorgniserregenden Entwicklungen des Rechtsextremismus zu reflektieren.

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Kommende Veranstaltung: Zusammenleben in Harburg – Zwischen Solidarität & Diskriminierung | 05.11.2019, 19 Uhr

Harburg ist ein Stadtteil, in dem Migration eine starke Rolle spielt und in dem Menschen mit diversen Hintergründen und Herkunftsgeschichten miteinander leben. In ihrer Studie zum „Zusammenleben in Harburg“ beleuchtet Frau Prof. Dr. Pieper unseren Stadtteil – von erfreulicher Solidarität und Vielfalt bis hin zu Konflikten und rassistischer Diskriminierung. Continue reading